Der
Gleitschirm (auch: Paragleiter), besteht aus einer
Kappe, die durch Leinen mit dem
Gurtzeug verbunden ist. Ursprünglich aus Fallschirmen entwickelt, ist der
Gleitschirm das leichteste und am einfachsten zu fliegende Fluggerät der Welt und besteht aus ca. 25-30qm kompliziert zusammengenähtem reißfestem Nylonmaterial. Es ist mit einer weitgehend luftundurchlässigen Schutzschicht ausgestattet.
Obersegel und Untersegel sind durch Zellwände miteinander verbunden. Die
Kappe des Gleitschirms wird durch die Zellwände in Zellen unterteilt. An deren Unterseite sind die
Fangleinen befestigt, die in mehreren Stockwerken gebündelt werden und im Fangleinenschloss zusammenlaufen.
Tragegurte,
Gurtzeug und Steuerschlaufe bilden schließlich den eigentlichen Sitz des Piloten. Der
Gleitschirm allein wiegt ca. 5-7 kg und passt, sorgfältig zusammengefaltet, sogar in einen Rucksack. Ihn zeichnen einfache Handhabung und das extrem kleine Packmaß aus, die ihn überall hin transportieren lassen.
Gleitschirme werden hinsichtlich ihrer Flugeigenschaften in drei Hauptkategorien eingeteilt. (1, 2 und 3) Je höher die Kategorie des Gleitschirms ausfällt, desto mehr Möglichkeiten bietet er dem Piloten, umso schwieriger ist er aber auch zu lenken. Anfänger werden in der Regel mit einem
Gleitschirm der Kategorie 1 beginnen.
Gleitschirme werden ca. alle 3-4 Jahre gewechselt. Häufige Gründe dafür sind das fortgeschrittene Können des Gleitschirmpiloten oder der Wunsch nach technisch fortgeschrittenerem Material. Ein Wechsel wegen des Zustands des Gleitschirms ist bei Gelegenheitsfliegern nach 5-10 Jahren angesagt, wenn eine Lebensdauer von ca. 400 Sonnenstunden erreicht worden ist. Der
Gleitschirm altert vor allem durch Sonneneinstrahlung, mechanische Beanspruchung und durch unsachgemäße Behandlung.