"Ist das Gleitschirmfliegen eigentlich gefährlich?" - "Nöö... nur wenns Deinen Schirm zerlegt, haste ein Problem" - "Stürzt man dann ab?" - "Nein, dafür hat man die Rettung mit" - "Rettung???"
Das Rettungsgerät ist nichts anderes als ein ganz einfacher Fallschirm, den (fast) jeder Gleitschirmflieger dabei haben muss. In Notsituationen, wenn der "normale" Gleitschirm nicht mehr trägt, wirft man ihn, um dann gebremst in Richtung Boden zu segeln. Mit halbwegs aktuellen Rettungsschirmen hat man eine reelle Chance, unverletzt zu landen. Die meisten Gleitschirmflieger dürften ihren Rettungsfallschirm nur bei der regelmässigen Überprüfung (Check) oder im Sicherheitstraining sehen. Gleitschirmflieger, die behaupten, ihre Rettung schon x mal geworfen zu haben, sind entweder Testpiloten, haben ein Abo für Sicherheitstrainings oder sind absolut zu meiden... (und nebenbei für den teilweise schlechten Ruf des Sports verantwortlich - aber ihre Halbwertzeit ist häufig recht gering).
Alle Gurtzeuge müssen seit 1998 vernünftigen Schutz für den Fall eines Aufkommens des Piloten auf dem Rücken bieten. Diese Rückenprotektoren dienen der passiven Sicherheit insbesondere der Wirbelsäule. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen: so kann man Rückenprotektoren als Airbags erhalten, die sich entweder durch den Fahrtwind mit Luft füllen oder werkseitig bereits luftgefüllt sind und jeweils durch dosiertes Entweichen im Falle eines Aufpralls ihre Pufferwirkung entfalten können.
Eine weitere Variante sind mit Hartschaum gefüllte Protektoren, die geeignet sind, die Aufprallenergie teilweise aufzunehmen.
Hartschalenprotektoren waren in den Anfängen des Gleitschirmfliegens gefragt, werden aber mittlerweile wegen mangelnder Dämpfungseigenschaften und unzureichendem Unfallschutz nicht mehr empfohlen.
Rückenprotektoren können bereits in Gurtzeuge eingebaut sein, sind aber auch als zusätzliche Einheiten erhältlich.
Der Rückwärtsstart empfiehlt sich für geübte Piloten bei starken Windverhältnissen, um ein sicheres und kontrolliertes Abheben des Gleitschirms zu gewährleisten. Der Gleitschirm kann dabei auch eingeklappt hochgezogen werden. Rückwärts zur Laufrichtung steht der Pilot dabei übrigens nur beim Aufziehen des Gleitschirms. Die beiden hauptsächlich eingesetzten Techniken des Rückwärtsstarts sind das Starten mit parallelen Armen und Steuerleinen bzw. mit Steuerleinen, die über Kreuz geführt werden. Diese Varianten des Rückwärtsstarts sind sorgfältig zu trainieren, da hier z.T. eine ungewohnte Koordination der Hände und Arme erfolgen muss.
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