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A-Schein
Nachdem der angehende Gleitschirmpilot die Grundausbildung mit ersten Starts und Landungen am Übungshang (mit nur geringen Höhenunterschieden zwischen Start- und Landeplatz) bewältigt hat, kann er den beschränkten Luftfahrerschein, kurz A-Schein, erwerben. Dafür sind weitere 40 Flüge (diesmal aber Höhenflüge) und 20 Theorie-Stunden zu absolvieren. Das Bestehen der anschließenden Prüfungen ist natürlich ebenfalls erforderlich. |
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Abreissgeschwindigkeit
Beim Gleitschirmfliegen wird die Geschwindigkeit, bei der keine Tragfähigkeit des Schirms durch ausreichende Strömung mehr vorhanden ist, als Abreißgeschwindigkeit bezeichnet.
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Absinken
Abwärts gerichtete Strömung der Atmosphäre mit Geschwindigkeiten von weniger als 0,1 m/s (darüber: Abwind). Die Abwärtsbewegung der Luft kann großräumig im Zentrum eines Hochdruckgebietes ("dynamisch") oder orographisch bedingt auf der Leeseite eines Gebirges erfolgen, wobei diese sich erwärmt, was zur Auflösung der Wolken führt. Die absinkende Luft (trockenadiabatisch: um 1°C/100m) kommt in einer bestimmten Höhe wärmer an als die dort darunter angrenzende (vom Absinkvorgang nicht mehr erfaßte) Luft und bildet eine Inversion. |
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Absinkinversion
Hochdruckgebiete sind gekennzeichnet durch großräumiges Absinken der Luft. Die absinkende Luft (trockenadiabatisch: 1°C/100m) kommt in einer bestimmten Höhe wärmer an als die dort darunter angrenzende, vom Absinkvorgang nicht erfaßte Luft und bildet eine Inversion.Oberhalb der Inversion ist die Luft trocken und es herrscht meist gute Sicht, unterhalb der Inversion wird die Sichtweite durch Dunst vermindert. Gegensatz: Feuchteinversion (z.B. an einer Warmfront). Siehe Inversion. |
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Abstiegshilfe
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Abwind
Abwärts gerichtete Luftströmung mit einer Geschwindigkeit von 0,1 m/s oder (geringer: Absinken); tritt im Bereich von Fronten, Schauer- und Gewitterwolken sowie im Lee überströmter Gebirge auf. Siehe auch Downburst. |
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Adiabatisch
Werden Luftmassen vertikal bewegt, findet dabei kein Wärmeaustausch mit der Umgebung statt, da die molekulare Wärmeleitung in Luft außerordentlich gering ist. Diesen Vorgang nennt man Adiabatisch. Aufsteigende Luft dehnt sich aus (geringerer Luftdruck) und kühlt dabei ab, absinkende wird komprimiert (höherer Luftdruck) und erwärmt sich. Praktisch alle Vertikalbewegungen in der Lufthülle verlaufen Adiabatisch, unterhalb des Kondensationsniveaus trockenadiabatisch (Temperaturänderung 1°C/100m), oberhalb feuchtadiabatisch (etwa 0,6°C/100m). |
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Advektion
Durch Luftbewegung wird Wärmeenergie (in Warm- oder Kaltluftmassen), auch Wasserdampf, Aerosole, u.a. transportiert. Das Heranströmen von anders temperierten Luftmassen erfolgt überwiegend in horizontaler Richtung, im Gegensatz zur Konvektion, in der sich Luftschichten in senkrecht auf- und absteigender Bewegung befinden. Die im Rahmen der atmosphärischen Zirkulation erfolgende Advektion verursacht längere Wärme- und Kälteperioden im Witterungsgeschehen. |
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Aerologie
Die "Höhenwetterkunde" erforscht die freie Atmosphäre mit physikalischen Methoden und technischen Hilfsmitteln. Wetterballone (Radiosonden) tragen die Meßinstrumente in die Atmosphäre, ein mitgeführter Sender überträgt laufend die Meßdaten zur Erde. Aerologische Aufstiege mittels Radiosonden werden in der Regel zweimal täglich durchgeführt und messen Luftdruck, Temperatur, Feuchtigkeit und Wind bis in durchschnittlich 30 km Höhe. Meist werden noch zwei weitere Aufstiege ohne Meßgeräte durchgeführt, die nur Winddaten (aus der Radarpeilung) liefern. Weltweit gibt es ca. 500 aerologische Aufstiegsstationen. In Österreich werden Radiosondenaufstiege von der Zentralanstalt für Meteorologie in Wien (Hohe Warte) und vom Flugwetterdienst an den Flughäfen in Innsbruck, Linz und Graz durchgeführt. Diese besonders für die Luftfahrt wichtigen Daten werden durch Fermessungen von Satelliten aus ergänzt. Der Zustand der freien Atmosphäre kann auch vom Erdboden aus mittels Wind-Profiler gemessen werden. |
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AIRMET
Eine AIRMET-Meldung wird von der Flugwetterzentrale Wien/Schwechat für Flüge mit Prop- und Turbopropflugzeuge als Warnung vor folgenden Fluggefahren ausgegeben: gelegentliche oder lokale Gewitter, mäßige Vereisung, mäßige Turbulenz, mäßige Gebirgswellen (mountain waves). Gültigkeitsdauer bis zu 4 Stunden, Höhenbereich vom Boden bis Flugfläche 240 (24000ft = 7300m), gültig für den Bereich des FIR Wien (Flight Information Region), das ist das gesamte Bundesgebiet von Österreich. |
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Aktives-Fliegen
Aktives Fliegen bezeichnet den Versuch den Gleitschirm immer in einem geeigneten Anstellwinkel über dem Piloten zu halten. Dies geschieht in der Regel durch ein Konstanthalten des Bremsleinenzuges bei etwa 2 kg. Vom Schirm abhängig, entspricht in etwa dem Wert des Kraftaufwands der nötig ist, um die Bremsleinen im Bereich des geringsten sinkens (Schulterhoch angebremst) zu halten. |
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Albedo
Die Albedo ist der Quotient aus reflektierter Strahlung (von der Erdoberfläche oder von einem bestimmten Teil von dieser) zur einfallende Sonnenstrahlung, aufsummiert über den ganzen Halbraum und über alle Wellenlängen. Das planetarische Albedo der gesamten Erde beträgt 0,30, d.h. 30% der einfallenden Sonnenstrahlung werden in den Weltraum reflektiert. Einige Werte: frischer Schnee 85%, geschlossene Wolkendecke 60-90%, Wiesen 15-35%, Wälder 10-20%, Wasser (Meer) 5-10%. Die Albedo des Mondes beträgt etwa 12% |
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Altocummulus
Die eigentliche "Schäfchenwolke", als Ballen oder Walzen in Haufenform, oft mit schmalen deutlichen Lücken ("Schafherde von oben"); in 2,5-6 km Höhe. Unterscheidet sich von Cirrocumulus dadurch, daß die einzelnen Wolkenteile größer sind und auch Schatten (graue Stellen) aufweisen. |
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Altweibersommer
Spätsommerliche Schönwetterperiode, die mit großer Häufigkeit Ende September, aber auch oft bis Ende November, besonders im östlichen Mitteleuropa auftritt. Ursache ist ein Festlandshoch über Osteuropa, das trocken-kontinentale Luft nach Mitteleuropa einströmen läßt. Mit dem Altweibersommer geht eine plötzliche starke Laubverfärbung und das Auftreten von Spinnfäden einher, an denen sich meist junge Spinnen mit dem Wind forttragen lassen. Eine gleichartige Wetterperiode im östlichen Nordamerika, die oft nur wenige Tage andauert, wird Indianersommer (Indian summer) genannt. |
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Amateurfunk
Wenn die etwas begrenzte Reichweite der lizenzfreien LPD-Funkgeräte (low power device) nicht mehr ausreicht, kann man zu den stärkeren Amateurfunkgeräten greifen. Allerdings ist der Besitz dieser Geräte für Personen ohne Amateurfunklizenz strafbar - also nicht nur eine einfache Ordnungswidrigkeit!
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Amateurfunk
Wenn die etwas begrenzte Reichweite der lizenzfreien LPD-Funkgeräte (low power device) nicht mehr ausreicht, kann man zu den stärkeren Amateurfunkgeräten greifen. Allerdings ist der Besitz dieser Geräte für Personen ohne Amateurfunklizenz strafbar - also nicht nur eine einfache Ordnungswidrigkeit!
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Anstellwinkel
Der Winkel zwischen der Strömungsrichtung der Luft und der mittleren Profilsehne des Gleitschirms heißt Anstellwinkel. Die Veränderung des Anstellwinkels kann gezielt vorgenommen werden, um Geschwindigkeit und Höhe des Gleitschirms zu korrigieren. |
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APO
Die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Hängegleiter und Gleitsegelführer, kurz APO, definiert alle für die Ausbildung und Prüfungen notwendigen Begrifflichkeiten. Davon ausgehend regelt die APO in mehreren Abschnitten die Bedingungen für den Erwerb von Lizenzen zum Führen von Gleitsegeln und weitere besondere Berechtigungen für spezielle Startarten und Passagierflüge. Im einzelnen werden Ablauf und Inhalte der theoretischen und praktischen Ausbildungsteile spezifiziert, so u.a. die Zahl der für einen Lizenzerwerb erforderlichen Höhenflüge. Ferner werden in der APO Prüfungsbestandteile und dazugehörige Fragenkataloge erläutert und Nachweise der Flugpraxis definiert. |
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Atmosphaere
Die Lufthülle der Erde zeigt in ihrem vertikalen Aufbau unterschiedliche Eigenschaften und wird daher in mehrere "Stockwerke" unterteilt. Das unterste Stockwerk, die Troposphäre, reicht in Mitteleuropa bis ca. 11 km Höhe; in ihr spielt sich das Wetter ab. Die Temperatur nimmt von (im Mittel) +15°C an der Erdoberfläche nahezu gleichmäßig mit der Höhe um durchschnittlich 6,5°C je Kilometer ab bis etwa -57°C (Tropopause). In der darüberliegenden Stratosphäre steigt die Temperatur auf -50°C in 28 km Höhe an. Dann setzt ein kräftiger Anstieg bis auf 0°C in 50 km Höhe ein infolge der Absorbtion der ultravioletten Strahlung durch das Ozon. Die Obergrenze der Stratosphäre stellt ein Temperaturmaximum dar und wird Stratopause genannt. In der anschließenden Mesosphäre sinkt die Temperatur wieder bis auf etwa -100°C in 80 km Höhe. Darüber beginnt die Thermosphäre, die bis zum Rand der Atmosphäre in etwa 500-600 km Höhe reicht. Die Temperatur nimmt infolge der Absorption von Röntgen- und Gammastrahlung der Sonne wieder rasch zu auf über +100°C bis auf +700°C am Rand der Atmosphäre. Jenseits davon beginnt die Exosphäre, der interplanetarische Raum. Die hohen Temperaturangaben sind jedoch infolge der extrem geringen Luftdichte nicht mit denen in der unteren Atmosphäre zu vergleichen.
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Aufgleiten
Bezeichnung für die erzwungene Aufwärtsbewegung (und dadurch verursachte Wolkenbildung) wärmerer Luftmassen an einer schwach geneigten Luftmassengrenzfläche (Warmfront), unterhalb der sich kältere Luft befindet. Dabei bilden sich ausgedehnten Wolkenfeldern (Cirrostratus, Altostratus und Nimbostratus) aus, die meist längere Niederschläge ("Landregen") verursachen. Tritt an der "Vorderseite" der von West nach Ost wandernden Tiefdruckgebiete auf.
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Auftrieb
Mit dem Begriff Auftrieb wird eine Kraft bezeichnet, die den Gleitschirm gleichzeitig nach vorne und nach oben zieht und senkrecht zur Strömungsrichtung wirkt, aus der die Luftmoleküle auf den Gleitschirm treffen. Der Auftrieb ermöglicht die Flugbewegung des Piloten mit seinem Gleitschirm, sofern am Flügel Strömung anliegt, was sowohl bei Windstille als auch bei Rücken- oder Gegenwind der Fall sein kann. |
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Ausbreitungsschricht
Fachausdruck in der Segelflugmeteorologie für das Auseinanderfließen der vertikal strukturierten Cumulus zu flachen Stratocumulus. Bedingungen: markante stabile Schicht oder Inversion, ausreichend Feuchtigkeit (Taupunktsdifferenz kleiner als 5°C) in einer Schicht von mindestens 50 hPa Mächtigkeit unterhalb der Inversion. Die vorhandenen Quellwolken können sich dann an dieser Sperrschicht ausbreiten. Die CU dringen mit ihrer Obergrenze ("Tops") zwar zeitweise etwas in die stabile Schicht ein, sobald aber ihr Auftrieb gebremst ist, bilden sie je nach Höhe der Inversion eine SC- oder AC-Schicht. Dies gilt vor allem für das Flachland. Die Ausbreitungsschichten können die Sonneneinstrahlung so stark behindern, daß die Thermik zumindest zeitweise oder auch ganz aufhört. |
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